20
Apr 2017

Cash Management: Optimierung mit Load Balanced Treasury®

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In der Finanzwelt gilt Cash Management häufig als die Treasury-Disziplin schlechthin. Dabei ist das Thema für viele Treasurer scheinbar so offensichtlich, dass es kaum extra erwähnt werden muss. Tatsächlich aber ist Cash Management ebenso vielschichtig wie potenziell erfolgsentscheidend und verdient eine nähere Betrachtung. Was genau also verbirgt sich dahinter, und wie kann ich mich als Unternehmen hier optimal aufstellen?

Beim Cash Management geht es um die aktive Steuerung der kurzfristigen Finanzdisposition eines Unternehmens oder Konzerns, um den laufenden Betrieb zu gewährleisten, ggf. Finanzierungen zu organisieren und die Liquiditätslage zu optimieren. Zu den wichtigsten Punkten zählen hier die effiziente Nutzung von Umlaufaktiva und -passiva, die systematische Planung, Überwachung und Steuerung von In- und Exkasso und Kontosalden sowie das Zusammentragen und Verarbeiten von Informationen zum effektiven Einsatz von Cash.

 

Der Cash-Management-Alltag eines Treasurers

Was bedeutet das konkret für einen Treasurer? Es ist seine Aufgabe, die oben stehenden Vorgaben im Sinne des Unternehmens umzusetzen. Im Arbeitsalltag ergeben sich daraus folgende Bereiche:

 

Kurzfristige Liquidität

Der Treasurer muss dafür sorgen, dass im Unternehmen ausreichend Liquidität zur Verfügung steht, um jederzeit kurzfristig Verbindlichkeiten bedienen zu können. D.h. es muss genügend Guthaben/Kreditlinie vorhanden sein bzw. Gelder müssen so investiert werden, dass sie kurzfristig in liquide Mittel umgewandelt werden können.

 

Cashflows und Disposition

Gleichzeitig müssen die täglichen Cashflows überwacht und gesteuert werden: Welche Zahlungen sind ein- und ausgegangen? Welche Zahlungen bzw. Überweisungen müssen initiiert werden? Wo fehlen Gelder, die entsprechend ergänzt werden müssen? Dazu zählt auch die Überwachung von Kontosalden im Unternehmen, die entsprechend zusammengetragen werden müssen, um die Disposition zu ermitteln. Des Weiteren müssen geplante und tatsächliche Cashflows abgeglichen werden und ggf. gestrichen oder verschoben werden.

 

Umgang mit überschüssiger Liquidität

Der Treasurer ist weiterhin dafür verantwortlich, den Umgang mit liquiden Mitteln zu optimieren, insbesondere was überschüssige Liquidität angeht. Es gilt, diese Gelder so zu investieren, anzulegen bzw. zu verteilen, dass das Unternehmen finanziell und organisatorisch optimal aufgestellt ist. Dabei müssen Treasurer heutzutage auch das Kontrahentenrisiko im Auge behalten: Die Liquidität sollte sich nicht nur bei einer Bank bündeln, sondern diversifiziert werden, um evtl. Zahlungsunfähigkeit auffangen zu können.

 

Beschaffung von Finanzierungsmitteln

Ein weiterer wichtiger Teil des Cash Management ist die kosteneffiziente Beschaffung von Finanzierungsmitteln. Der Treasurer muss dafür sorgen, dass ausreichend Kreditaufnahmekapazität besteht (sowohl kurz- als auch langfristig) und hier zeitnah und kostengünstig Finanzierungen aufgestellt werden können, sofern keine interne Umverteilung im Konzern stattfinden kann (z.B. über Cash Pooling). Grundsätzlich ist eine interne (fast) immer der externen Finanzierung vorzuziehen. Unternehmensweit gilt es, Liquiditätsbedarfe auszumachen und ggf. zu bedienen bzw. einen gewissen Puffer einzubauen.

 

Informationsgewinnung

Auf welcher Grundlage kann ein Treasurer all das leisten? Ohne entsprechende Daten geht hier gar nichts. Der Treasurer muss entsprechende Informationen zusammentragen, und diese müssen sowohl zeitnah vorliegen als auch korrekt sein. Dabei müssen sowohl interne als auch externe Informationen berücksichtigt werden.

 

Datenoptimierung und effiziente Arbeitsverteilung: Load Balanced Treasury im Cash Management

Was bedeutet das im Kontext des Gesamtunternehmens? Um den Verantwortlichkeiten im Cash Management optimal nachkommen zu können, muss die Treasury-Abteilung den Überblick über die Cash-Situation auf Unternehmensebene haben. Gleichzeitig muss sie umfänglichen Einblick in die Liquiditätssituation der einzelnen Tochterunternehmen haben.

In der Praxis gestaltet sich das je nach Zentralisierungsgrad eines Unternehmens bzw. Autonomiegrad der Gesellschaften oft unterschiedlich. Kümmern sich ausschließlich die Teams vor Ort beispielsweise um ihre eigenen Konten, dann bildet das Reporting die zentrale Schnittstelle für die Informationen. Wenn nicht, dann geht die Bestimmung der Disposition für die Treasury-Abteilung oft mit der Überwachung mehrerer Bankenportale einher. In beiden Szenarien handelt es sich um einen mühsamen und zeitaufwändigen Prozess: Der Treasurer muss sich durch unterschiedlichste Portale kämpfen oder darauf warten, dass die Teams vor Ort ihm Kontostände und Transaktionsdaten melden, oft per E-Mail, und diese dann zusammenführen. Wir haben es jedoch mit einem zeitkritischen Prozess zu tun. Wie also lässt sich dieser optimieren?

 

Eine einzige Plattform gleichzeitig nutzen: Genauigkeit und Transparenz

Die Nutzung eines Treasury Management Systems ist hier der erste Schritt zu mehr Transparenz und effizienteren Arbeitsabläufen. Der zweite und noch viel wichtigere Schritt ist die Nutzung eines Treasury Management Systems, das die Teams vor Ort ebenso einbindet wie das zentrale Treasury – genau wie es der Ansatz des Load Balanced Treasury vorgibt. Nur so können Treasurer das mühsame Zusammentragen von Informationen aus unzähligen Quellen hinter sich lassen. Kontosalden, Cashflow- oder Transaktionsdaten werden von den Teams vor Ort direkt im System eingegeben. Es gibt nur noch eine Informationsquelle, und Daten stehen in Echtzeit zur Verfügung. Das sorgt für mehr Transparenz und verbesserte Genauigkeit.

 

Wissen direkt aus der Quelle: optimierte Arbeitsverteilung

Cash Management steht und fällt mit den Informationen, die ihm als Grundlage dienen. Ganz zentral sind hier Kontoauszüge, aus denen der Status Quo hervorgeht und die es Treasurern erlauben, jederzeit Einschätzungen vorzunehmen. Beim Cash Management geht es explizit um einen kurzen Zeithorizont, und somit sind Cashflows relativ gut planbar. Rechnungen sind im System vorhanden, Gehalts- oder Steuerzahlungen stehen bereits fest.

Einer der Hauptunterschiede in einem nach dem Prinzip des Load Balanced Treasury aufgestellten Treasury besteht darin, dass kein Informationstransport mehr notwendig ist. Die Treasury-Abteilung besitzt keine Holschuld mehr, was das Sammeln von Informationen angeht. Stattdessen liegt es bei den Teams in den Tochterunternehmen, die Daten direkt im System zur Verfügung zu stellen. So profitiert das Treasury von verlässlichen Daten direkt aus der Quelle, und die Teams vor Ort profitieren von einem zentralen und strukturierten Reporting-Ablauf. Zudem werden manuelle Prozesse reduziert, indem Datenimport automatisiert wird und Daten direkt bezogen werden können (Kontoauszugsdaten beispielsweise über SWIFT).

 

Strategische Planung und Entscheidungsfindung

Auf Grundlage der zentral verfügbaren Daten kann das Treasury Entscheidungen treffen und strategisch planen. Wo liegt mein Cash? Was mache ich mit meinem Geld? Wo wird Finanzierung benötigt? Wie erreiche ich Zinsoptimierung? Wo sollte ich Kapital ausbezahlen lassen, und wo benötige ich eine Kreditfazilität? Wo ist interne, wo externe Finanzierung gefragt? Für all diese ganz entscheidenden Fragen gibt es eine ebenso einfache wie zuverlässige Antwort: Load Balanced Treasury.

 

 

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