06
Sep 2017

Das Konzept Virtual Network Bank: Globale Transparenz in der Bankenkommunikation

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Mehr Unternehmen denn je sind mittlerweile auch auf den internationalen Märkten unterwegs. Vorbei sind die Zeiten, in denen es den großen Konzernen vorbehalten war, ihre Produkte und Dienstleistungen auch in anderen Ländern anzubieten und dort Niederlassungen zu unterhalten. Mit einer internationalen Präsenz geht aber gleichzeitig auch eine globale Bankenstruktur einher. Oft kann das bestehende Banken-Netzwerk bei einer Expansion nicht mehr alle Märkte bedienen, und die Unternehmen stehen vor einer nicht zu unterschätzenden Herausforderung: dem Aufbau einer passenden Bankenstruktur sowohl in den alten als auch in den neuen Märkten.

Wie finde ich die richtige Bank?

Hier die passenden Banken zu finden, kann ein aufwändiger und komplizierter Prozess sein, der auf den verschiedensten Ebenen Fragen aufwirft: Woher weiß ich, welche Bank sich am besten für mich eignet? Was wird mich das kosten? Welche gesetzlichen Hürden gibt es? Dazu kommen u.U. sprachliche Hürden: Wer entziffert schon routinemäßig das Kleingedruckte eines Vertrages mit einer Bank in Brasilien?  Hat man nach mühsamer Recherche und Verhandlungen endlich die Bank gefunden, die alle Anforderungen abzudecken scheint, steht man wiederum vor einer doppelten Herausforderung: der rein technischen Anbindung sowie der administrativen Abwicklung der Kontoeröffnung.

Bankenkommunikation: technisches vs. administratives Onboarding

Das Thema technisches Onboarding bei der Anbindung von Banken wird in Fachkreisen hinlänglich diskutiert und beschrieben. Hier stehen Unternehmen diverse Alternativen offen: Standardkommunikationskanäle wie EBICS, Host-to-Host-Anbindungen oder auch die immer häufiger genutzte Teilnahme an dem SWIFT Netzwerk. Was dabei in den seltensten Fällen zur Sprache kommt, ist jedoch die Tatsache, dass die technische Anbindung eigentlich nur die Spitze des Eisbergs darstellt: Viel schwerer wiegen oft die administrativen Rahmenbedingungen. Es kann Monate dauern, einen Onboarding-Prozess im Kontext der Kontoeröffnung abzuschließen. Vielfach sind die genauen Angebots- und Vertragsbedingungen ebenso intransparent wie die Gebührenstruktur. In vielen Fällen ist zudem der gesetzliche Rahmen undurchsichtig und kompliziert, und es gibt diverse Auflagen, die sich von Land zu Land unterscheiden. Dazu kommt der sog. KYC-Prozess (Know Your Customer), im Rahmen dessen Banken gesetzlich dazu verpflichtet sind, diverse Informationen von ihren Unternehmenskunden regelmäßig einzuholen. Auch hier ist oft unklar, welche Daten genau benötigt werden und wer der richtige Ansprechpartner ist. So ist der Prozess für beide Seiten mit enormem Aufwand verbunden. Bei all dem gilt: je internationaler, desto komplizierter.

Das Konzept Virtual Network Bank: Standardisierung des administrativen Onboarding-Prozesses

Wie also können vor diesem Hintergrund Transparenz und Effizienz in der Bankenkommunikation geschaffen werden? Wie lässt sich der Anbindungsprozess verschlanken? Ein ganz neuer Ansatz ist hier das Konzept der Virtual Network Bank, d.h. ein virtuelles Netzwerk an Banken, aus dem die Unternehmenskunden die entsprechenden Banken in den benötigten Ländern wählen und so ihr passendes Portfolio zusammenstellen können. Es bedarf keiner mühsamen Bankensuche mehr: Der Virtual Network Bank Service kennt für jedes Land und jedes Profil die passende Bank und hat diese bereits in das Netzwerk aufgenommen.

Der Schlüssel zu mehr Transparenz liegt dabei in der Standardisierung: Ein einheitliches Vertragswerk wird vorab mit den Banken ausgehandelt, bevor die Unternehmen überhaupt die Expansion in das jeweilige Land anstreben. Zwar ist der Kunde nach wie vor der Kontoinhaber bzw. Vertragspartner der Bank, aber die vertraglichen Inhalte sind von Anfang an vollkommen transparent. Dies unterscheidet das Konzept der Virtual Network Bank auch von der Idee der Virtual Accounts und umgeht deren rechtliche Herausforderungen. Dasselbe gilt für die Gebührenstruktur: Auch hier können Unternehmen dank standardisierter Preise von Anfang an ganz klar abschätzen, was auf sie zukommt. Ebenso standardisiert ist der KYC-Prozess: Hier ist von vorneherein klar, welche Informationen benötigt werden.

Maximale Effizienz für Unternehmen und Banken

Standardisierung sorgt für Transparenz, und beides zusammen sorgt für maximale Effizienz. Die Unternehmen, aber auch die Banken, sparen Zeit, Aufwand und Kosten. Dabei geht das Konzept der Virtual Network Bank wesentlich weiter als klassische Consulting-Leistungen im Bereich technisches Onboarding. Statt individuell zugeschnittener Unterstützung steht eine Standard-Lösung zur Verfügung und füllt eine ganz wichtige Lücke: die Abdeckung des gesamten administrativen Rahmens bei der Bankenanbindung. Endlose Recherche und das Überspringen unzähliger administrativer und legaler Hürden sind passé, stattdessen hat das Unternehmen Zugang zu einem „vorgefertigten Onboarding“ bzw. einem Standard-Portfolio. Egal ob Angebotsinhalte, Vertragswerk, Gebühren oder KYC-Fragen – das ganze Thema wird extrem verschlankt.

Es sind jedoch nicht nur die Unternehmen, die auf diesem Wege Zeit, Aufwand und Kosten sparen und ihre Effizienz steigern können. Das Konzept der Virtual Network Bank bietet auch den teilnehmenden Banken große Vorteile. So müssen auch diese nicht mehr länger jedes Unternehmen einzeln abwickeln, was Vertragsleistungen oder den KYC-Prozess angeht. Zudem erhalten sie automatisch Zugang zu einer interessanten Gruppe von Kunden, mit denen bislang (noch) nicht zusammengearbeitet wurde. Das bedeutet für die Banken ein enormes Marktpotenzial.

Ein virtuelles Netzwerk an Banken, in dem für jedes Unternehmen das passende Portfolio dabei ist, und das für optimale Transparenz und Effizienz bei der Anbindung sorgt: Genau das verspricht das Konzept der Virtual Network Bank. Damit die internationale Expansion nicht an den administrativen Hürden scheitert, und Unternehmen weltweit voll durchstarten können!

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