„Weil die Cloud sicherer ist“

Frank Friedrich, Head of Group Treasury and Riskmanagement bei Netzsch, über die Gründe der tm5-Cloud-Migration
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Frank Friedrich author pictureAutor: Frank Friedrich

Anja Biehler author pictureAutor: Anja Biehler

Cyberkriminalität ist zu einer existenziellen Bedrohung für Unternehmen geworden und zwingt diese, grundlegende Sicherheitsstrategien umzusetzen. Die Netzsch-Gruppe, ein weltweit tätiges Maschinenbau-Unternehmen, hat sich aus unternehmensweiten Sicherheitsüberlegungen zu einem Paradigmenwechsel im Hosting seiner Systeme entschieden: Netzsch hat Anwendungen in die Cloud verlagert und betreibt heute das Treasury Management System tm5 mit den BELLIN Cloud Services. Wir fragen Frank Friedrich, Head of Group Treasury and Riskmanagement, nach seinen Erfahrungen, nach seiner Herangehensweise und welche Überlegungen zur Migration in die Cloud geführt haben.

Q: Wie hat der Cloud-Betrieb Ihren Alltag im Treasury verändert?

A: Heute laufen zahlreiche Prozesse im Hintergrund automatisch ab, beispielsweise die robotergesteuerte Aktualisierung der Stammdaten. Damit haben wir eine zuverlässige Datenquelle mit verlässlichen, gepflegten Stammdaten. Hier ist Manipulation ausgeschlossen und eine häufige Ursache für Fehler eliminiert.

Auch die Währungskurse werden automatisch in der Nacht eingespielt. Damit gibt es klare Buchungsschnitte für alle Anwender weltweit, egal ob Japan unserer Zentrale vier Stunden voraus ist oder Südamerika drei Stunden hinterher. Es gibt grundsätzlich einfachere, schnellere und automatisierte Abläufe in ganz vielen Bereichen.

Q: Inwiefern konnten Sie dadurch durch den Umzug von tm5 in die Cloud die Sicherheit im Treasury stärken?

A: Im Treasury verarbeiten wir sehr sensible Daten. Auch durch das Banking, das wir mit tm5 abwickeln, ist unser Sicherheitsanspruch an das Treasury- und Banking-System höher als in anderen Verwaltungsbereichen. Dazu kommt, dass wir als Industrie-Unternehmen nicht dauerhaft die gleiche Energie in die Absicherung eines Systems stecken können, als ein professioneller Cloud-Betreiber. BELLIN gewährleistet als professioneller Cloud-Anbieter einen sehr viel höheren Sicherheitsstandard mit 24-7-Support als wir uns selbst leisten könnten.

Q: Welche Vorteile des Cloud-Betriebs halten Sie für die wichtigsten?

Bei den Vorteilen, welche der tm5-Cloud-Betrieb schafft, sind meiner Ansicht nach diese drei die wichtigsten: Erstens IT-Sicherheit: BELLIN gewährleistet als professioneller Cloud-Anbieter den Gold-Standard in Bezug auf Sicherheit. Zweitens IT-Unabhängigkeit: Wir können ohne eigene IT-Ressourcen unternehmensweit Prozesse optimieren und neue Funktionalitäten nutzen. Und drittens die System-Performance: In der Cloud sind Informationen schneller verfügbar, reibungsloser zu verarbeiten und schaffen eine noch größere Transparenz.

Q: … und welche Vorteile genießen Sie darüber hinaus?

A: Der Cloud-Betrieb ist nicht nur sicherer, er ist auch wirtschaftlicher und effizienter. Auch sind wir jetzt in einer deutlich komfortableren Situation: Früher musste ich mich gedulden, bis unsere eigene IT Kapazitäten für uns im Treasury übrig hatte. Heute rufe ich bei BELLIN an, und meine Ansprechpartner kümmern sich um meine Anliegen. Die Aufgaben sind schneller erledigt, wir sind viel näher dran an den Weiterentwicklungen des Systems tm5 und können diese schneller nutzen. Und das hat wiederum positive Auswirkungen auf Sicherheit und Effizienz für unseren operativen Bereich.

Nicht zu vergessen ist auch die Entlastung, als Treasurer nicht zusätzlich noch für die IT-Sicherheit des Systems sorgen zu müssen. Wir können uns vollständig auf unsere eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Q: Welche Überlegungen sind der Migration von tm5 in die Cloud vorausgegangen?

A: Angesichts der rasant zunehmenden Fälle von Cyberkriminalität und Produkt-Spionage nehmen wir den gesamten Konzern in einem umfangreichen Sicherheitsaudit unter die Lupe und fragen: Wo müssen wir die Sicherheitsanstrengungen verstärken? In welchen Abteilungen können wir die Verantwortung für die Cybersicherheit der Systeme komplett abgeben? Und wo werden wir schnell und reibungslos auf eine Cloud-Lösung setzen können? Dabei ging es uns um Risikostreuung und effiziente Ressourcennutzung. Auch der Faktor Zeit spielte eine entscheidende Rolle. Im Treasury waren wir in der glücklichen Lage, bei BELLIN einfach das passende Cloud-Angebot auszuwählen.

Q: Wie lief die Migration in die Cloud ab?

A: Wir konnten aus der Onsite-Anwendung einen Datensatz extrahieren, mit dem BELLIN unser System in der Cloud neu aufgebaut hat – mit sämtlichen Konfigurationen und allen Berechtigungen. Das ging sehr schnell: In vier Tagen war das System einsatzbereit. Und weil ein Wochenende dazwischen lag, hatten wir so gut wie keine Ausfallzeit. Im Anschluss haben wir jeden einzelnen Prozess geprüft. Dabei sind kaum Fehler aufgetaucht, und wenn, dann waren diese oftmals durch nicht vollständiges Anwenderwissen verursacht, meist im IT-Umfeld.

Q: Gab es auch Überraschungen durch den Umzug in die Cloud?

A: Nachdem wir in die Cloud umgezogen sind, haben wir mit Plausibilitäts-Checks nicht nur geprüft, ob die Anwendung reibungslos läuft. Durch die höhere Perfomance von tm5 analysieren wir heute unsere Prozesse in einer neuen Detailtiefe. Dabei orten wir Fehlerquellen, die uns vorher wirklich Kopfzerbrechen bereitet haben. Eine Bank in Italien beispielsweise hat – ohne uns zu informieren – irgendwann begonnen, zusätzlich zu den täglichen Statusberichten einen Wochenbericht zu schicken. Dieser wurde automatisch ins System eingespielt, wodurch Cash-Beträge erfasst wurden, die nicht verfügbar waren. Die Cloud verschafft uns in der Verarbeitung von externen Daten eine noch bessere Sichtbarkeit.

Q: Welche Empfehlung würden Sie Treasurern geben, die ihr System derzeit lokal betreiben?

A: Da kann ich nur sagen: Warte nicht, bis du in die Cloud wechseln musst. Diskutiere jetzt mit deinem CIO und der IT, setzt gemeinsam einen vernünftigen und strukturierten Prozess für das Treasury in der Cloud auf. Die Frage heute ist nicht, ob dich eine Cyberattacke trifft. Die Frage ist, wann dein Unternehmen zur Zielscheibe von Betrügern wird und wie gut du gewappnet bist.

 

Über Netzsch

Die Netzsch-Gruppe ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen im Maschinenbau mit drei eigenständigen Geschäftsbereichen: Analysieren & Prüfen, Mahlen & Dispergieren sowie Pumpen & Systeme. Eingesetzt werden die Geräte und Maschinen für nahezu alle Industrien.

Gegründet 1873 beschäftigt die Netzsch-Gruppe heute weltweit mehr als 3.700 Mitarbeiter an 210 Standorten auf allen Kontinenten.

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