Liquidität planen?

Wie man das scheinbar Unmögliche möglich macht
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Teut Deese author pictureAutor: Teut Deese

Immer flüssig?

Liquidität ist für Unternehmen wie für unsereins die Luft zum Atmen: Ohne Sauerstoff ersticken wir, ohne ausreichend liquide Mittel geht ein Unternehmen blitzschnell unter. Selbst einem wirtschaftlich gut aufgestellten Unternehmen kann es in Krisenzeiten passieren, dass Zahlungsverpflichtungen nicht mehr eingehalten werden können, wenn kein langfristiges und dynamisches Liquiditätsmanagement betrieben wird. Genau deshalb sollte eben diese Liquiditätsplanung für jeden Treasurer absolute Priorität haben.

Vor einigen Jahren veröffentlichte Treasury Magazine einen Beitrag von Martin Bellin, in dem er sich damit auseinandersetzte, warum Liquiditätsplanung „(un)möglich“ ist: „The (Im)possibility of Liquidity Planning“. Das Präfix in Klammern bringt die Problematik auf den Punkt, mit der sich viele Treasurer konfrontiert sehen: Natürlich ist es möglich, Liquiditätsplanung zu betreiben. Dem gegenüber stehen allerdings eine Reihe an gefühlten und tatsächlichen Herausforderungen, die es zunächst zu bewältigen gilt.

Den Plan am Laufen halten…

So manchen Vertreter der Finanzbranche, der sich zum ersten Mal an die Liquiditätsplanung heranwagt, holt alsbald die Ernüchterung ein: Der Versuch, Kenntnisse aus der Arbeit mit Bilanzen oder Gewinn- und Verlustrechnung einfach 1:1 zu übertragen, ist meist zum Scheitern verurteilt. Die Situation wird dadurch verkompliziert, dass bei der Liquiditätsplanung – im Gegensatz zur Buchhaltung – keine genauen, im Vorfeld festgelegten Stichtage im Finanzjahr greifen.

Um dieser Frustration vorzubeugen bzw. zu vermeiden, dass Liquiditätsplanung als viel zu ungenau und damit überflüssig abgetan wird, muss eine Sache klar gemacht werden: Liquiditätsplanung ist keine einmalige, klar umrissene Aufgabe, die es in einem bestimmten Zeitraum zu erledigen gilt, sondern ein fortlaufender, dynamischer Prozess. Ein im ersten Schritt erstellter Liquiditätsplan sollte gar keinen Anspruch auf Genauigkeit erheben, und in den meisten Fällen weichen die tatsächlichen Zahlen auch wirklich ab. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass Liquiditätsplanung überflüssig ist. Es geht nicht darum, einen bestimmten Saldo genau anzupeilen, sondern darum, eine rollierende Planung zu erstellen, die ständig mit den ursprünglichen Zieldaten abgeglichen und entsprechend aktualisiert und angepasst wird. Es sind gerade die Abweichungen, die das Tagesgeschäft eines Treasurers bestimmen. Genau daran orientiert sich, ob Hedging-Entscheidungen neu evaluiert werden müssen, ob im Rahmen von Devisengeschäften Swaps oder auch neue Geschäfte nötig sind oder ob die Aushandlung neuer Kreditlinien ansteht. Nur wer seinen Liquiditätsplan ständig auf dem Laufenden hält, hat als Treasurer immer alle Cashflows im Blick und kann voraussehen, wo sich im Unternehmen eine Liquiditätslücke auftun wird bzw. einschätzen, wo an anderer Stelle ein Überschuss bestehen wird.

TMS gefällig?

Vereinfacht kann man also sagen, dass das Ziel von Liquiditätsplanung darin besteht, die richtige Menge Cash, in der richtigen Währung, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort zur Verfügung haben – und das idealerweise jederzeit. Der Schlüssel dazu ist Transparenz, und diese wiederum braucht eine verlässliche Datengrundlage. Und dennoch kämpfen viel zu viele Unternehmen nach wie vor mit dem mühsamen Zusammenführen verschiedener Tabellen und fressen so ihre eigenen Ressourcen – ganz zu schweigen von der Fehleranfälligkeit, die mit einem solchen Prozess einhergeht. Das ist ganz klar ineffizient, und Daten sind ständig asynchron, sowohl zeitlich gesehen als auch, was die Währungen angeht. So lässt sich schlichtweg keine verlässliche Basis für eine brauchbare Planung erstellen. Abhilfe schafft hier ein TMS auf Grundlage des Load Balanced Treasury Konzeptes. Statt eines zentralisierten Aufbaus, bei dem alle Treasury-Aktivitäten in der Unternehmenszentrale gesteuert und Tochterunternehmen gezwungen werden, in Excel ihre Daten zusammenzutragen, bietet dieser Ansatz ein zentrales Treasury-Tool, das allen Gruppenunternehmen im Tagesgeschäft zur Verfügung steht und zugute kommt. So können Kontoauszüge oder Zahlungsdateien vor Ort automatisch im System hochgeladen werden, und alle Tochterunternehmen haben in Echtzeit Zugriff auf die gesamten Daten. Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, um sämtliche Treasury-Aktivitäten weltweit abzuwickeln, sich um Hedging und Finanzierungen zu kümmern und liquide Mittel optimal zu verteilen – all das eben basierend auf einer Analyse der Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Daten. Dafür steht eine genau auf diesen Zweck zugeschnittene, webbasierte Anwendung zur Verfügung, dank derer Daten überall, jederzeit und auf verschiedensten Geräten (vom Desktop-Computer hin zum Mobiltelefon) zur Verfügung stehen, und das ganz ohne vorherige Installation. Mit einem TMS, das nach dem Load Balanced Treasury Prinzip funktioniert, ist Liquiditätsplanung nicht mehr bloß abstrakt möglich, sondern ganz konkret und ganz einfach umsetzbar. Damit aus den Datensammlern von gestern die Entscheidungsträger von morgen werden können!

 

Für mehr Information über Liquiditätsplanung, schauen Sie unser neues Video „On the Move With Mr. B“ e03: The (Im)possibility of Liquidity Planning an.

Nähere Informationen zur Liquiditätsplanung mit tm5 finden Sie hier.

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