Operation mit schlagendem Herzen

Migration eines bestehenden SWIFT-BIC

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Karsten Kiefer author pictureAutor: Karsten Kiefer

Zwanzig Prozent aller jährlichen SWIFT-Onboardings im Raum EMEA werden derzeit von BELLIN realisiert. Hier haben wir uns eine große Expertise erarbeitet und wissen genau, was beim nächsten Projekt wie anzupacken ist. Was aber ist zu tun, wenn ein Unternehmen, das bereits über einen eigenen BIC verfügt und diesen aktiv einsetzt, die Vorteile des BELLIN SWIFT Service nutzen möchte? Kann der BIC einfach migriert werden? In der Theorie hatten wir dieses Szenario schon mehrfach durchgespielt. Jetzt waren wir im Rahmen eines Neukundenprojekts gefragt, das Konzept in die Realität umzusetzen.

Unser neuer Kunde, ein börsennotiertes, mehrere Milliarden Euro schweres europäisches Unternehmen mit rund 200 Standorten in 30 Ländern, suchte nach einer effizienten Lösung für den globalen Zahlungsverkehr. Den bestehenden eigenen BIC nutzte es bislang ausschließlich zum Einsammeln der Kontoauszüge und betrieb diesen technisch über das SWIFT Service Bureau seines bisherigen TMS-Anbieters. Bei einem klassischen SWIFT-Onboarding-Projekt wird der Unternehmens-BIC erst dann aktiviert, wenn dieser in seiner endgültigen technischen Infrastruktur eingebettet ist. Bei einem BIC-Migrationsprozess wird jedoch, bildlich gesprochen, das schlagende Herz vom alten Anbieter hin zu BELLIN verpflanzt. Das bedeutet, beim Unternehmen müssen alle Prozesse, die mit dem spezifischen Unternehmens-BIC zusammenhängen, vorher genauestens analysiert werden. Seitens BELLIN müssen die entsprechenden Vorbereitungsmaßnahmen am neuen System getroffen sein, so dass die Umschaltung in Absprache mit allen Beteiligten zu einem definierten Zeitpunkt erfolgen kann. Zentral koordiniert wird eine solche Migration dann im Hintergrund durch einen SWIFT Consultant, der dafür sorgt, dass alle Beteiligten taktgenau bei der Migration mitspielen.

Deshalb haben wir in einem ersten Schritt alle Kontoauszüge, die unser Kunde über FIN und FileAct von einer großen Anzahl von Banken empfängt, analysiert. Für den nahtlosen Übergang haben wir außerdem  tm5 entsprechend für die dann eingehenden Daten vorbereitet. Den zweiten Schritt, den eigentlichen technischen Migrationsprozess, haben wir mit SWIFT zeitlich abgestimmt und an einem Wochenende ausgeführt. Der ganze Migrationsprozess von der ersten Kontaktaufnahme bis zum technischen Umschalten des SWIFT-BIC dauerte knapp acht Wochen. Bereits an Tag eins nach der Migration konnte das Unternehmen nicht nur erstmals über die BELLIN-Infrastruktur wie gewohnt alle Auszüge empfangen und in tm5 verarbeiten, sondern auch SWIFT-Zahlungsverkehr mit einer ersten Bank abwickeln! In der Zwischenzeit wurden bereits weitere Banken angebunden. Nach der erfolgreichen Migration verliefen alle weiteren Schritte genau wie bei jedem anderen SWIFT-Onboarding.

Welche Schlüsse ziehen wir aus dem Projekt? Wir konnten unsere theoretischen Überlegungen in der Realität validieren und beweisen, dass die technische Migration eines bestehenden SWIFT-BIC ohne Ausfälle machbar ist. Mit den gesammelten Erfahrungen – sowohl auf Seiten von BELLIN als auch bei SWIFT – dürften künftige Migrationen zudem noch schneller machbar sein. Der reibungslose Ablauf zeigt, dass die Zusammenarbeit von BELLIN und SWIFT auch hinsichtlich von Migrationen zuverlässig und sehr partnerschaftlich funktioniert und sich in der Praxis bewiesen hat. Am Ende war dieses Projekt eine tolle Herausforderung, und das Herzklopfen, das immer dazugehört beim „ersten Mal“, hat uns auch ganz gut gefallen.

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