Vom Drucken und Matchen

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Katja Franz author pictureAutor: Katja Franz

Hier ist eine Quizfrage: „In welchem Jahr befinden wir uns?“ Schauplatz: eine große deutsche Depotbank. Im Mittelpunkt: ein großer Drucker mit noch größeren Papierstapeln davor – der „SWIFT-Drucker“ der Bank, der am laufenden Band Auszüge und Bestätigungen ausspuckt. Auftritt: der Angestellte im Cash Management, der seinen gesamten Arbeitstag damit verbringt, die Nachrichten zu entnehmen, zu sortieren, die Buchungen manuell zu prüfen und Bestätigungen zu verschicken. Was tippen Sie? 1962? 1975? 1980?

Ein Drucker und jede Menge Handarbeit!


Unser Szenario ist zwar nicht ganz so altertümlich wie dieser Drucker…

Auch wenn wir uns gefühlt in einem anderen Zeitalter befinden, liegen Sie mit diesen Tipps leider ziemlich daneben. Tatsächlich handelt es sich um einen Arbeitsablauf, der bei den allermeisten Depotbanken und Banken noch bis Mitte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends Standard war: der SWIFT-Drucker und ausgedruckte MT940- und MT320-Nachrichten. Als der Prozess um 2005 endlich automatisiert wurde, stellte das den gesamten Matching-Bereich auf den Kopf. Die Zeiten von SWIFT-Druckern mit stapelweise Nachrichten und Matching-Dokumenten war endgültig vorbei. Stattdessen genügte von nun an ein Knopfdruck.

Bei dem Tempo, mit dem Treasury Management Systeme derzeit die Welt des Treasury erobern, kann man sich nur schwer vorstellen, dass noch bis vor nicht allzu langer Zeit in mühsamer Kleinstarbeit von Hand Dokumente verglichen und Geschäftsbestätigungen verschickt wurden. Dass Matching dadurch wesentlich effizienter und bequemer und zudem wesentlich weniger fehleranfällig geworden ist, liegt auf der Hand. Was ist aber aus all den „Matchern“ von früher geworden? Wurden Sie alle durch Maschinen ersetzt und sind der technologischen Revolution zum Opfer gefallen? Die Antwort lautet nein. Sie verbringen zwar nicht mehr ihre Arbeitszeit am SWIFT-Drucker, aber Matching ist ja auch nur ein Teilaspekt von Treasury. Sie brauchen nur den Blog-Beitrag meines Kollegen Rüdiger Schlecht „Die Evolution des Treasurers – vom Datensammler zum Strategen“ zu lesen, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie wichtig gewonnene Zeit für das Treffen strategischer Entscheidungen ist.

Das Matching von heute – rosige Zukunft für alle?

Sind nun alle Kunden glücklich und zufrieden und freuen sich des Matchens? Matching per Knopfdruck erscheint zunächst einmal unschlagbar, und so gut wie alle Middle- und Back-Offices in mittelständischen und großen Unternehmen haben die Änderungen auch mit Begeisterung aufgenommen. In machen kleineren Unternehmen war man jedoch ein bisschen weniger enthusiastisch. In der Vergangenheit hatte Matching dort ganz einfach keine Priorität – etwas, was mit modernen Systemen und Auflagen heute undenkbar ist. Dennoch gilt für alle: Wenn Systeme richtig implementiert werden, sind die Vorteile so eindeutig, dass früher oder später jeder überzeugt ist.

Und hier zum Abschluss noch eine weitere Quizfrage: „Wie viele Bäume konnten durch die Einführung des automatisierten Matchings vor dem Abholzen bewahrt werden?“ Das dürfte sich kaum beantworten lassen, aber eines steht fest: Kein Treasurer möchte zurück zu SWIFT-Druckern und manuellem Sortieren.

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