Bilfingers 1-System-Lösung für den gruppenweiten Zahlungsverkehr

Internationalen Zahlungsverkehr zentral für die gesamte Gruppe abwickeln
Payments Success Story Bilfinger Header

Unternehmen und Ausgangslage

Bilfinger ist ein international führender Industriedienstleister. Der Konzern steigert die Effizienz von Anlagen, sichert hohe Verfügbarkeit und senkt die Instandhaltungskosten. Das Portfolio deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab: von Consulting, Engineering, Fertigung, Montage, Instandhaltung, Anlagen-Erweiterung und deren Generalrevision bis hin zu Umwelttechnologien und digitalen Anwendungen. Die Kunden kommen u.a. aus den Bereichen Chemie und Petrochemie, Energie und Versorgung, Öl und Gas, Pharma und Biopharma, Metallurgie und Zement.

Bilfinger ist speziell in den vier Regionen Kontinentaleuropa, Nordwesteuropa, Nordamerika und Naher Osten aktiv. Der Konzern beschäftigt rund 36.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse von 4,153 Mrd. €.

Bilfinger ist seit Mai 2015 Kunde von BELLIN. Eine Neuausrichtung des Konzerns führte auch zur Überarbeitung der Strukturen im Treasury und der Suche nach einem neuen Treasury Management System. Das neue System sollte die stark zersplitterte E-Banking-System- und IT-Landschaft konsolidieren, um gruppenweite Transparenz zu erhalten und einheitliche, sichere Standards zu etablieren. Bei der vom Zahlungsverkehr motivierten Systemsuche versprach die integrierte multibank- und multilandfähige Zahlungsverkehrsplattform in tm5 Bilfingers Anliegen sehr effizient mit einem System zu erfüllen.

Unternehmensprofil und Treasury-Aufbau

Anzahl Mitarbeiter gesamt: 36.000
Anzahl Mitarbeiter im zentralen Treasury: 15 Mitarbeiter, davon 4 User im Front Office, 4 User für Treasury-Operationen und 5 User im Zahlungsverkehr sowie Head of Treasury und Assistenz

Anzahl Gesellschaften: 80 operative Gesellschaften
Aktiv in mehr als 30 Ländern
Zahlungsverkehr in 15 Ländern
Weltweiter Einsatz des Treasury Management Systems tm5
Zentrales Treasury fungiert als Inhouse-Bank mit

  • Zentraler Finanzierung
  • Zentralem Cash- und Liquiditätsmanagement
  • Zentralem FX-Risikomanagement
  • Zentraler Zahlungsverkehrsabwicklung

Anzahl Kernbanken: 7
Anzahl elektronische Bankkonten: 300, davon 210 mit Zahlungsverkehr

Die Herausforderung

Das weltweit tätige Unternehmen sah sich konfrontiert mit einer zersplitterten Systemlandschaft bestehend aus einer Vielzahl von verschiedenen ERP-Systemen, diversen E-Banking-Systemen sowie zusätzlichen Spezialsystemen für Marktdaten, für das Matching und zur Meldung von Geschäften. Das zentrale Treasury kämpfte mit der aufwändigen Pflege von Stammdaten in den unterschiedlichen Systemen, der umständlichen Abwicklung des Zahlungsverkehrs, fehlender Transparenz bei den Gebühren und den Cashflows sowie mit der aufwändigen Zusammenführung von Daten.

Mit der Einführung von tm5 als Treasury Management System mit integrierter Zahlungsverkehrsplattform sollte folgendes Zielbild erreicht werden:

  • Zentrale Verfügbarkeit aller Daten in einem zentralen System
  • Zentrales Bank-Account-Management
  • Reduzierung der Transaktionskosten
  • Automatisierung von Prozessen
  • Erhöhung der Sicherheit und Transparenz
  • Signifikante Aufwandsentlastung
  • Schaffung der Voraussetzung für Anschlussprojekte wie Payments on Behalf of (POBO)

Das Zahlungsverkehrsprojekt von Bilfinger

Systemauswahl: Business Case für tm5

Das Treasury von Bilfinger entwarf vor der Entscheidung für ein System einen Business Case und erstellte unterschiedliche Szenarien: Fortführung der bisherigen Systemvielfalt, 1-SAP-Lösung oder 1-System-Lösung mit dem Treasury Management System tm5.

Folgende Gründe sprachen für tm5:

  • Hoher Grad der Integration
  • Erprobte Benutzerfreundlichkeit des Systems
  • Gute Akzeptanz beim End-Nutzer
  • Möglichkeit, das System in Eigenregie zu administrieren
  • Leistungsumfang der benötigten Funktionalitäten
  • Integrierte Zahlungsverkehrsplattform
  • Reduktion von Schnittstellen in der 1-System-Lösung
  • BELLIN SWIFT Service für Zahlungsverkehr und mit integriertem Matching

Bilfinger nutzte bisher ein E-Banking-System für die beiden Hauptbanken in Deutschland sowie je ein eigenes E-Banking-System für jede der 6 weiteren Kernbanken für den Auslandszahlungsverkehr. Die Systemvielfalt brachte nicht nur einen hohen Administrations- und Schulungsaufwand für die Mitarbeiter mit sich. Auch bargen die zahlreichen Schnittstellen schwer zu schützende Sicherheitsrisken, insbesondere im Zahlungsverkehr.

Die integrierte multibank- und multilandfähige Zahlungsverkehrsplattform in dem webbasierten Treasury Management System tm5 schuf die Voraussetzung dafür, dass mit tm5 der Zahlungsverkehr für einen Großteil der operativen Bilfinger-Gesellschaften zentral im Shared Service Center abgewickelt werden kann.

Definition und Integration von Benutzerrechten

Einer der ersten Schritte im Zahlungsverkehrsprojekt von Bilfinger war, ein sicheres Rechtekonzept für Benutzer und Rollen zu definieren und in tm5 zu implementieren. Die im System abbildbare Trennung von Front-Office- und Back-Office-Rollen ermöglichte die Integration von grundlegenden Sicherheitsstandards, die eine sichere und reibungslose Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Alltag der Nutzer gewährleisten.

Auch die Stammdatenverwaltung wurde in die Zentrale verlegt, wo in tm5 alle Daten für den gesamten Konzern im Vier-Augen-Prinzip angelegt und gepflegt werden.

Sicherheit im Zahlungsverkehr durch automatisierte Prozesse

Parallel zur Definition der Benutzerrechte führte Bilfinger standardisierte Zahlungsformate auf Basis globaler ISO-Formate ein. Die von den SAP-Systemen generierten Dateien können nun als Zahlungsverkehrsdatei direkt über ein Straight-Through-Processing auf die Zahlungsverkehrsplattform in tm5 importiert und hier abgewickelt werden.

Mit der Einführung von zahlreichen Automatisierungen in tm5 können heute die Prozesse im Zahlungsverkehr in geschlossenen Kreisläufen ausgeführt werden, was die Sicherheit maßgeblich erhöht. So werden nicht nur die Kontoauszüge automatisch importiert, sondern auch Massenzahlungsdateien für den weltweiten Zahlungsverkehr. Beim Thema Marktdaten unterstützt tm5 das Treasury mit dem Import von Marktdaten von den eigenen Quellen sowie mit der integrierten Anbindung an 360T. Bilfinger nutzt die 360T-Anbindung zum Handel von Geschäften, die in tm5 digital gematcht werden und die – sofern sie gemeldet werden müssen – auch direkt an Regis-TR gesendet werden.

Bankenlandschaft, Anbindungen und Rollout

Bei der Umsetzung der Bankanbindungen ging Bilfinger nach der 80:20-Regel vor: Zunächst wurden die Bankanbindungen angegangen, über die Bilfinger große Volumen abwickelte. Gestartet ist Bilfinger daher mit der Anbindung über den standardisierten EBICS-Kanal, mit dem das Unternehmen die deutschen Banken erreicht. Nur zwei Monate später konnte Bilfinger bereits alle E-Banking-Systeme zu den deutschen Banken ablösen.

Wenige Wochen nach dem Start der Implementierung des Zahlungsverkehrsmoduls von tm5 erhielt Bilfinger seinen eigenen Business Identifier Code (SWIFT BIC), mit dem Bilfinger das globale Kommunikationsnetzwerk SWIFT als SCORE-Mitglied im Rahmen des BELLIN SWIFT Service nutzen kann. Nach der Integration des digitalen Matching erfolgte der Rollout des internationalen Zahlungsverkehrs. Neben SWIFT als globalem Kanal für die Bankenkommunikation, mit dem der internationale Zahlungsverkehr abgewickelt wird, nutzt Bilfinger den EBICS-Kanal für den SEPA-Raum und die Schweiz.

Bilfinger schätzt an der SWIFT-Anbindung vor allem die Vorteile im internationalen Zahlungsverkehr. Mit der SWIFT-Anbindung kann Bilfinger sehr einfach die Kontoauszüge auch bei Drittbanken einsammeln, eine Bereitstellung erfolgt rund um die Uhr. Ein Corporate Seal erleichtert die Verwaltung der Unterschriftsbevollmächtigten weltweit.

Fazit:

Mit tm5 und seiner integrierten multiland- und multibankfähigen Zahlungsverkehrsplattform inklusive der Anbindung an das SWIFT-Netzwerk konnte sich Bilfinger von mehr als 20 Einzel-Systemen für das E-Banking des Konzerns und für Spezialanforderungen im Treasury verabschieden.

Mit dieser 1-System-Lösung steigerte Bilfinger die Effizienz und Sicherheit im Zahlungsverkehr signifikant, konnte die Zahlungsverkehrsprozesse harmonisieren, Bankgebühren einsparen und den Aufwand in der Verwaltung von Konten um mehr als 50% reduzieren.

Bilfinger nutzt für den Zahlungsverkehr die Anbindungen EBICS und SWIFT. Die SWIFT-Anbindung an das globale Bankennetzwerk über den BELLIN SWIFT Service dient neben der Ausführung des internationalen Zahlungsverkehrs auch dem Einsammeln der weltweiten Kontoauszüge sowie der digitalen Abwicklung und Bestätigung von Handelsgeschäften.

Ergebnisse:

  • Verfügbarkeit aller Daten in einem zentralen System
  • Zentrales Bank-Account-Management
  • Reduzierung der Transaktionskosten im Zahlungsverkehr um 20+% (davon 15% reine Bankgebühren und ca. 30% Aufwand in der Abwicklung)
  • Aufwandsentlastung in der Kontenverwaltung um 50%
  • Automatisierung von Prozessen
  • Erhöhung der Sicherheit und Transparenz
  • Potenzial für Anschlussprojekte wie Payments on Behalf of (POBO)
  • Termingerechte Umsetzung mit zügigem eigenen BIC
Wichtigste Fakten
Branche
Industriedienstleistungen
Gründung/Firmensitz
1880, Mannheim | DE
Mitarbeiter
36.000
Gesellschaften/Standorte
80 operative Gesellschaften
Jahresumsatz
EUR 4,153 Mrd. (2018)
Bei BELLIN seit
2015
Besuche Bilfinger SE

Lassen Sie uns reden!

Sie möchten mehr über unsere Lösungen erfahren? Das freut uns. Denn wir würden auch gerne mehr über Sie erfahren. Melden Sie sich einfach.

Mit dem Absenden des Kontaktformulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet werden. Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung.